Maria 2.0

update: Es geht weiter! Ergebnisse Gesprächsabend am Dienstag, 9.  Juli: 

Am Dienstagabend fand im Pfarrheim St. Nikolaus ein Gesprächsabend statt, bei dem über dreißig Frauen und Männer überlegten, wie es mit Maria 2.0 weitergehen soll.

Es wurden viele Anregungen gegeben.

Neben den Grundsatzanliegen nach der Öffnung der Weiheämter für Frauen, der Abschaffung des Pflichtzölibats, Änderung der Sexualmoral und der staatlichen Strafverfolgung der Missbrauchstäter wurden auch viele Vorschläge vorgetragen, die sich sicher, mit gutem Willen, direkt vor Ort verwirklichen lassen.

Eine Themenvielfalt betraf die Gestaltung der Gottesdienste. Hier wurde u.a. gewünscht:

  • Das Evangelium kann auch von Laien vorgetragen werden.
  • Laien predigen auch nach dem Evangelium.
  • Mehr Wortgottesdienste in freieren Formen anbieten
  • Frauen gestalten und zelebrieren Wortgottesdienste
  • Die Sprache muss verständlicher werden.
  • Die Themen sollen sich am alltäglichen Leben orientieren.
  • Die Gottesdienste müssen mehr Freude und Lockerheit vermitteln.
  • In jedem Gottesdienst wird für die Anliegen von Maria 2.0 eine Fürbitte gebetet.

Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die Frauen selber energischer für ihre Interessen auftreten müssen. „Wir sind keine Bittstellerinnen, sondern fordern unsere Rechte!“ Gespräche müssen auf Augenhöhe stattfinden und die Leistungen der Frauen endlich anerkannt werden.

Da das Seelsorgeteam in St. Nikolaus Münster überwiegend mit Männern besetzt ist, wurde angeregt, Vertreterinnen der KFD mit einzubeziehen, damit die Anliegen der Frauen stärker vertreten werden können.

In der Gemeinde sollten auch gesellschaftliche Themen, wie Klimawandel, Kinderarbeit, Flüchtlinge,… intensiver behandelt werden, so dass man sieht, dass die Kirche sich auch um das „Hier und Jetzt“ kümmert.

Wie geht es weiter?

Das Organisationsteam wird die Themen des Abends mit Pfarrer Hagemann besprechen und sehen, was sich umsetzen lässt.

Das Ergebnis des Gesprächs wird dann öffentlich gemacht.

 

 

Aktionen:

Folgende Veranstaltunegn fanden in der Aktionswoche statt

  • Die Feier eines Wortgottesdienstes am 12. Mai draußen vor der Eingangstür der Nikolaus-Kirche parallel zum normalen Sonntagsgottesdienst um 11:30 Uhr (mit der Möglichkeit, anschließend für das Müttergenesungswerk zu spenden). Die kfd St. Nikolaus gestaltet diesen Wortgottesdienst zu dem Thema „Wir sind draußen!“ und lädt anschließend zum Gespräch bei einer Tasse Kaffee ein.
  • Die Bücherei St. Nikolaus bleibt in der Woche (11. – 18. Mai) geschlossen.
  • Die Frauen der kfd St. Bernhard setzen dadurch ein Zeichen, dass sie ihren Dienst beim
    Sonntags-Café im Pfarrheim St. Bernhard nach den beiden Gottesdiensten aussetzen, so dass dieses ausfallen Auch sammeln sie an diesem Samstag und Sonntag (11./12.05.) nicht für das Müttergenesungswerk, werden aber von einigen Männern vertreten, so dass diesem Hilfswerk kein Schaden entsteht.
  • Die Bücherei St. Ida bleibt während des Zeitraums 11.-18.05. geschlossen. Die geplante Frühjahrs-Buchausstellung wird um eine Woche auf den 19.05.2019 verschoben.
  • Die kfd St. Ida feiert ihren regulären Wortgottesdienst am Dienstag, 14.05. um 9 Uhr nicht im Altarraum der Ida-Kirche, sondern draußen vor der Kirchentür und lädt alle Mitfeiernden anschließend zum Frühstück und zum Austausch ein.
  • Frauen, die ehrenamtlich das Meditative Tanzen und den Offenen Spielenachmittag im Pfarrheim St. Ida leiten, lassen in dieser Woche ihre Aufgaben ruhen.
  • Die Maiandacht für Frauen am Kirchort St. Agatha findet am Dienstag (14.05.) nicht in der Kirche statt, sondern im Euthymia-Zentrum in der Innenstadt.

 

Forderungen:

Da wir mit Klagen nicht weiter kommen, erheben wir gemeinsam mit den Frauen von der Gemeinde Hl. Kreuz, dem Diözesan- und dem Bundesverband der kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) sowie dem KDFB (Katholischer Deutscher Frauenbund) und inzwischen vielen anderen Frauen in etlichen deutschen Städten klare Forderungen. Diese sind (aus dem offenen Brief der Frauen der Initiative „Maria 2.0“ an Papst Franziskus):

  1. Kein Amt für diejenigen, die andere geschändet haben an Leib und Seele oder diese Taten geduldet oder vertuscht haben
  2. Die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte und uneingeschränkte Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden
  3. Der Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche
  4. Die Aufhebung des Pflichtzölibats
  5. Die Ausrichtung der kirchlichen Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen

 

Weitere Informationen:

Mehr zur Aktion Maria 2.0 unter http://www.mariazweipunktnull.de/

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