Projektvorstellung

Projektvorstellung in St. Agatha: „Licht und Klang im Einklang“

Am Sonntagabend, 3. Mai 2026, hat eine Projektgruppe um den Vorsitzenden des Pfarreirates Thomas Hermes der Gemeinde ein neues Konzept für unsere romanische Kirche St. Agatha vorgestellt: eine multimediale Licht- und Klanginstallation, die den ältesten Kirchenraum unseres pastoralen Raums auch abseits der Gottesdienste zu einem Ort der Begegnung mit Spiritualität und moderner Technologie machen soll.

Der Hintergrund: Die Besucherzahlen sind – wie überall – rückläufig, das Bedürfnis nach Glaube, Stille und innerer Einkehr aber bleibt. An gottesdienstfreien Zeiten sollen Besucher an einem Monitor selbst auswählen, was sie anspricht: meditative Klänge, Gebete und Texte, Musik oder Informationen zur Geschichte der Kirche und der heiligen Agatha. Eine farbige LED-Beleuchtung passt sich dynamisch an und schafft ein stimmiges Zusammenspiel von Licht und Ton – immer mit Blick auf den Denkmalschutz, denn Eingriffe in die Bausubstanz sind ausdrücklich nicht vorgesehen.

Die Zielsetzung geht bewusst über die eigene Gemeinde hinaus. St. Agatha liegt direkt am Werse-Radfernweg und soll als niedrigschwelliges Angebot gerade auch jene erreichen, die spontan einen einfachen spirituellen Zugang zu diesem Ort jahrhundertelangen Glaubenslebens suchen. Als „Leuchtturmprojekt“ – im Bistum Münster ein Novum – könnte St. Agatha weit über die Gemeindegrenzen hinausstrahlen.

Die Idee entstand bereits im Pfarreirat der vergangenen Legislaturperiode und wird vom aktuell amtierenden Pfarreirat zu hundert Prozent mitgetragen. Die Inhalte werden von Gemeindemitgliedern gestaltet, das Projektteam begleitet das Angebot inhaltlich und technisch. Auch Kinder und Jugendliche sollen es als Nutzer ganz nach ihren eigenen Bedürfnissen erleben können.

Die Vorstellung simulierte die Licht- und Toneffekte sowie die Bedienmöglichkeiten und stieß auf viel Zustimmung: Dass Kirche sich wandeln muss, darin waren sich die meisten einig. Auch Pfarrer Thomas Schulz sprach sich klar dafür aus und erinnerte an erfolgreiche Vorbilder wie die Lichtinstallation im Dom, den CityAdvent in der Überwasserkirche oder den Lichterabend in Wolbeck. Kritische Stimmen sorgten sich um die Stille des Raums – diese Bedenken nimmt die Projektgruppe ernst: St. Agatha soll beides ermöglichen, die Stille des Raums und ein persönlich wählbares Angebot per Knopfdruck. Der Monitor lässt sich jederzeit ausschalten, feste Bedienzeiten sind denkbar.

Die Projektgruppe bleibt dran und informiert über die weiteren Schritte. Wer sich einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu melden.

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