Frank Wiesemann

51 Jahre

Herrenstr.

 

  1. Mögen Sie sich kurz beschreiben?

Ich bin Katholik seit knapp über 50 Jahren, geprägt als Sauerländer, Klosterschüler, Entwicklungshelfer. Ein Vater und Ehemann, dessen Familie in Gremmendorf im Jahr 2016 nach vielen Jahren der Wanderschaft durch Teile dieser Welt eine neue Heimat gefunden hat. Ein Gemeindemitglied mit Erfahrungen als Messdiener, Lektor und Kommunionhelfer, dessen Familienmitglieder ebenfalls aktiv sind als Messdiener und Küsterin. Musik hat einen wichtigen Platz in meinem Leben. Mein Erleben von Beispielen starken und lebendigen Glaubens in Ländern des globalen Südens ist mir wichtig. Ferner bin ich Dipl.-Ing. Raumplanung, erfahren im Management von Projekten und Veränderung. Als Angestellter bearbeite ich im Landesumweltamt Förderungen von Entwicklungsmaßnahmen.

 

  1. Was reizt Sie in der Pfarrei St. Nikolaus Münster mit Ihren vier Kirchorten St. Agatha, St. Bernhard, St. Ida und St. Nikolaus in Wolbeck, mitzuarbeiten?

Die Chance, das vorhandene vielfältige Engagement, die kreativen Initiativen und die vielfältigen Angebote einer großen Pfarrei mit vier charakterlich unterschiedlich geprägten Kirchorten von einer spannenden Position heraus erleben, unterstützen und fördern zu können – und dabei Dank für viele von der Kirche erhaltene Gaben zu zeigen. Ferner die Möglichkeit gemeinsamen Erkundens, Lernens, Unterstützens.

 

  1. In welchem Bereich des Pfarreirates/des Kirchenvorstandes möchten Sie sich schwerpunktmäßig engagieren?

Pastoralplanarbeit, Gestaltung von Veränderungen und das Stärken der Perspektive auf eine gemeinsame Kirche in der einen gemeinsamen Welt.

 

  1. Unsere Pfarrei hat ja seit einem Jahr einen sogenannten lokalen Pastoralplan, dieser hat drei griffige Leitwörter zur Grundlage. jetzt – glauben – leben – Welches Leitwort spricht Sie besonders an und warum?

Hier kann ich kein Leitwort über das andere stellen. Wir haben nur unser Jetzt, um unseren Glauben zu leben und um Christi Vorbild und Botschaft im Dialog miteinander verstehen zu lernen. Denn wir können weder die Zukunft noch die Vergangenheit beeinflussen, aber wir können jetzt aus der Vergangenheit lernen, wir können jetzt gestalten, um uns auf die Zukunft, das Wiederkommen des Herrn, vorzubereiten.

 

  1. Wo sehen Sie unsere Pfarrei in fünf Jahren und wo sehen Sie unsere Pfarrei in fünfzehn Jahren?

In fünf Jahren sehe ich eine Pfarrei inmitten der Lebenswirklichkeit des Südostens von Münster, welche sich personell gefestigt hat, welche weiterhin an vier Kirchorten alle Jungen und Alten, Einsamen und Gruppen, Zugezogenen und Alteingesessenen und ganz besonders Familien auf vielfältige Weise einlädt, sich mit Christus zu treffen, sich mit seiner Schöpfung und seiner Botschaft auseinanderzusetzen und daraus Stärke und Zuversicht zu finden.

In fünfzehn Jahren sehe ich eine Pfarrei inmitten einer zwischenzeitlich stark gewandelten Lebenswirklichkeit des Südostens von Münster, welche mit ihren Kirchorten zur Identitätsbildung der Ortsgemeinschaften beiträgt, welche von vielen Glaubensinitiativen in den Nachbarschaften getragen wird, welche die Charismen der Menschen fördert und welche mit Blick auf eine lebendige Weltkirche in dienender Mitverantwortung einen wichtigen Beitrag leistet, damit Gottes Schöpfung für alle Menschen in Zukunft bewahrt wird.