Christina Stoll

Liebe Gemeinde,
nach 13 Jahren als Schulseelsorgerin am Schulzentrum Wolbeck verabschiede ich mich aus der Pfarrei St. Nikolaus Münster.
In diesen Jahren durfte ich viele Menschen begleiten und beraten, Gottesdienste mit Schüler:innen feiern, nach anderen spirituellen Ritualen und Formen für die Jugendlichen suchen, mich auseinandersetzen, Klassengemeinschaftstage und Theater-gegen-Mobbing-Tage durchführen, mit unterschiedlichen Gruppen pilgern, beten, spielen, Konzepte erarbeiten und vieles mehr. Es war ein bunter Strauß an Aufgaben.
Diese haben sich aus dem ergeben, was gerade gebraucht wurde. Mein inneres Leitbild war die Frage Jesu: „Was willst du, das ich dir tun soll?“ (Mk10,51). Nicht zu wissen, was gut ist, sondern nachzufragen, was gebraucht wird.
Vielleicht kennen Sie das von sich selbst, dass darin manchmal die Lösung steckt: in der Situation gesehen und gefragt zu werden um dann mit der Frage – Was brauche ich? Was brauchen wir? – einen neuen Weg zu finden.
Mein Anliegen war es auch, das Verbindende zu finden und in den Mittelpunkt meines Handelns zu stellen. Ein Beispiel dafür ist das Superballturnier: Da habe ich mich so gefreut, wenn sich Schüler:innen am Ende des Superballturniers als Team erlebt hatten und es keine Rolle mehr spielte, wer welche Schulform besucht. Sondern nur das Miteinander zählte.
Wir sind alle von Gott mit Würde ausgestattet und das verbindet uns! Wo das Raum bekommt, da wird das Zusammenleben gut. Im Alltag, in der Gemeinde und in der Gesellschaft – das ist die Grundlage unserer Demokratie.
Dieses Anliegen und mein Leitbild nehme ich mit, wenn ich nach den Sommerferien an der Marienschule in Münster als Schulseelsorgerin arbeiten werde.
Ich danke für die vielen Begegnungen und Gespräche mit Ihnen und Euch bei den verschiedensten Gelegenheiten – bei Pfarrfesten, als Eltern oder Großeltern in den Schulen, mit dem ÖWK, wenn ich mit Klassen in der Gemeinde unterwegs war…

Bleibt behütet!

Herzliche Grüße

Christina Stoll

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