Eine Welt

Gelebte Weltkirche

Global denken, lokal handeln. Kirche ist ein „global player“ und das Engagement der Eine-Welt-Gruppen macht deutlich, dass unser Christsein nicht an der Gemeindegrenze endet. Wir fühlen uns verbunden mit den Menschen dieser „Einen Welt“, insbesondere mit den Bedürftigen und Schwächeren.
Seit vielen Jahren engagieren sich Eine-Welt-Gruppen in unseren Gemeinden für benachteiligte Menschen in Brasilien, Honduras, Indien, Namibia, Nepal, Nigeria, Paraguay, Peru, Polen, Südafrika und Togo. Einige Gemeindemitglieder haben bereits die Partnerprojekte besucht, Freundschaften sind entstanden und viele Aktionen zur Unterstützung der Projekte wurden durchgeführt. In solidarischer Verbundenheit mit den Menschen in den Partnerprojekten versuchen wir durch Aktionen in unserer Gemeinde, uns für eine gerechtere Weltgemeinschaft einzusetzen.

Damit sie das Leben haben. Als Grundlage für diese kirchliche Entwicklungs- und Missionsarbeit gibt es eine Vielzahl biblischer Textstellen. Der in der Eine-Welt-Arbeit wohl am häufigsten verwendete Impuls aus Johannes 10,10 „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“, macht deutlich, worum es gehen soll. Ein Leben in Fülle, das ist mehr als nur die Erfüllung der menschlichen Grundbedürfnisse, wie sie zum Beispiel in den Menschenrechten festgeschrieben sind. Ein Dach über dem Kopf, ausreichend zu essen, Zugang zu Trinkwasser, Kleidung und das Recht auf körperliche Unversehrtheit sind wesentliche Bedingungen, die jeder Mensch zum Leben braucht. Leider ist es bis heute nicht gelungen, dass die gesamte Weltbevölkerung Lebensbedingungen vorfindet, die diese Grundbedürfnisse befriedigen.

Gerechtigkeit statt Almosen. Die vielen Projekte der Eine-Welt-Gruppen tragen dazu bei, dass Menschen überall auf der Welt besser leben können. Doch nicht nur die direkte Unterstützung mit Spenden hilft den Menschen in den Ländern des Südens. Auch die Bildungsarbeit der Gruppen und die Unterstützung des Fairen Handels tragen dazu bei, dass die Welt jeden Tag gerechter wird.
Der in der Fair-Handels-Bewegung häufig propagierte Ausspruch „Gerechtigkeit statt Almosen“ macht dieses deutlich. Der Faire Handel verfolgt das Ziel, die Menschen in den Ländern des Südens zu befähigen, selbst ihr Leben zu gestalten. Dies befreit aus der Abhängigkeit von Spenden und ermutigt zu einem selbstverantworteten Leben. Die vielen Kleinbauern und Kleinproduzenten sind nicht mehr abhängige Spendenempfänger sondern Handelspartner auf Augenhöhe.

Strukturen der Sünde überwinden. Die Kommission „Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung und Mission“ des Diözesanforums formulierte den Anspruch „Die Kirche von Münster muss verstärkt Anwältin der Armen der Welt werden. Sie soll die ungerechten Auswirkungen des Weltwirtschaftssystems anklagen und ggf. entsprechend öffentlich Kritik üben.“ Die Unterstützung des Fairen Handels ist politisches und karitatives Handeln zugleich, da sie der Motivation entspringt, den Armen und Unterdrückten durch Überwindung „der Strukturen der Sünde“ zu helfen. Unser Christsein ist global und endet nicht an der Gemeindegrenze – auch nicht beim Einkauf.

Klimaschutz

Gott hat uns seine Schöpfung anvertraut. Dies verpflichtet uns, sie zu bewahren und für nachfolgende Generationen zu erhalten. Die zunehmende Veränderung des Klimas, die Erderwärmung und der damit verbundene Anstieg der Meere, mahnen uns als Christen, dieser Verantwortung gerecht zu werden und zu handeln.
Machen Sie mit beim BürgerPakt für Klimaschutz, denn Klimaschutz kann Alltag werden. Mehr Infos im Netz unter: www.muenster-klima.de

 

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