Dr. Kai Herberhold

Kai Herberhold

Dr. Kai Herberhold, Diakon

Diakon mit Zivilberuf

Kontakt:
Email: herberhold@bistum-muenster.de

Aufgaben: Notfallseelsorge, Taufen, Krippenspiel

Interview:

Hinter jedem Christ steht bekanntlich eine Glaubensgeschichte. Was mögen Sie uns über Ihre Herkunft und Ihren Weg zum Diakonenamt erzählen?

Ich habe in St. Ida meine „Karriere“ als Messdiener begonnen und als Jugendlicher in vielen Gruppen fortgesetzt. Kirchliche (Jugend-) Arbeit habe ich sehr intensiv und mit viel Engagement betrieben. Sie hat auch bei meiner Berufswahl eine Rolle gespielt – so habe ich Soziale Arbeiter in Münster und Theologie in Erfurt studiert. Die Verbindung von konkreter Hilfe und Theologie habe ich vertieft bei den Maltesern und in der Notfallseelsorge kennen gelernt. In Freiburg habe ich dies auch theoretisch in der Caritaswissenschaft untermauern können, dort habe ich die Ausbildung zum Diakon begonnen und nach meiner Rückkehr nach Münster hier fortgesetzt. Die Begegnung mit Gott und vielen Menschen auf meinem Weg hat mich immer wieder bestärkt, hier auch gemeinsam weiterzusuchen, wie es gelingen kann, den Glauben, den ich selber als vielfach hilfreich erfahren habe, praktisch werden zu lassen.

Gibt es ein Zitat aus der Bibel, oder einen theologischen Leitspruch, der für Ihren Glaubensweg eine besondere Rolle spielt?

Schon seit vielen Jahren, seit einem Besinnungswochenende in Lievelde, begleitet mich die Einladung „Kommt und seht!“ (Joh 1,39). Im Evangelium sind dies mit die ersten Worte, die Jesus selbst spricht: Er gibt meiner Suche keine fertige Antwort, er möchte mich in seine Gemeinschaft hinein nehmen, um ihn selbst kennen zu lernen und bei ihm zu bleiben. Das Faszinierende daran ist für mich, dass damit keine Erklärung oder so etwas gegeben wird, sondern dass mit der Einladung eine persönliche Beziehung angeboten wird. So lerne ich ihn am besten kennen und erfahre, wer er wirklich ist. Er kann meinem Leben eine Perspektive geben, mir zeigen, wo ich mich beispielsweise einbringen kann, Gottes erfahrene Liebe auf meine Weise weitergeben kann oder für andere hilfreich sein kann. Im Nachahmen kann ich mit meiner kleinen Kraft zum lebendigen Beispiel werden.

In welchen Bereichen Ihrer seelsorgerischen Aufgaben steckt bei Ihnen besonders viel Herzblut?

Welche Aufgaben auf mich zu kommen, werde ich mit der Zeit klarer sehen können. Wichtige Themen sind für mich die Glaubensweitergabe und konkrete Hilfe für Menschen, die Schweres erleben. Derzeit arbeite ich in der Notfallseelsorge mit und engagiere mich für die Familienarbeit.

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